Termine und Projekte 2020

Die in der Stiftungsarbeit seit 2016 geförderten Projekte werden auf der Seite Projekte dargestellt. Höhepunkte der bisherigen Stiftungsarbeit waren die Veranstaltung zum 50. Todestag von Fritz Bauer mit dem Bundespräsidenten am 01.07.2018 in der Paulskirche Frankfurt und die Eintragung der Stiftung in das Goldene Buch der Stiftungen der Stadt Frankfurt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann zum 5jährigen Bestehen am 24.09.2018. Nachfolgend werden die Projekte aufgeführt, die 2020 gefördert werden. Da die meisten Projekte mit Veranstaltungen verbunden sind, hat die Corona-Pandemie leider dazu geführt, daß fast alle Veranstaltungen des 1. Halbjahres abgesagt werden mußten. Ob im 2. Halbjahr Veranstaltungen möglich sind, ist derzeit noch offen.

 

Israelreise der Frankfurter Stolpersteininitiative

 

Im Rahmen einer Israelreise der Frankfurter Stolpersteininitiative Anfang März 2020 sollte ein Empfang für Angehörige von Holocaust-Opfern in Tel Aviv stattfinden. Für den Empfang hat die Holger Koppe-Stiftung einen Zuschuß gewährt. Der Empfang mußte wegen Corona leider abgesagt werden.

 

 

Theaterprojekt mit Schülern aus dem Kreis Offenbach


Hauptziel des Projekts „Es ist doch für immer passiert“ ist es, ein Theaterstück mit Schülern von vier Schulen (Adolf-Reichwein-Gymnasium in Heusenstamm, Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau, Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark und Ricarda-Huch-Schule in Dreieich) zu erarbeiten, das an allen vier Schulen und in den vier beteiligten Städten jeweils an einem Abend zur Aufführung kommt. Im Rahmen des Projektes wird eine Szenencollage über Jugendliche in Ghetto und KZ erarbeitet, einstudiert und aufgeführt. Premiere war am 28. Februar 2020 in Rödermark. Die geplanten Aufführungen am 27. April in Rödermark und am 8. Mai 2020 in Rodgau mußten wegen Corona leider abgesagt werden. Das Projekt des Alternativen Zentrums Rödermark und des THEATER & Nedelmann wird von der Holger Koppe-Stiftung gefördert.

 


Schneeblumen-Gedenkweg am 13. April 2020 in Leipzig / Absage wegen Corona

 

Mit einem gemeinsamen Gedenkweg erinnert der Verein Notenspur Leipzig am 13. April 2020  an die Auflösung der Außenstelle Wolfswinkel des KZ Buchenwald vor 75 Jahren. 1.250 jüdische Frauen und 250 französische Resistance-Kämpfer mußten sich damals auf den  Todesmarsch nach Theresienstadt begeben. Der Schneeblumen-Gedenkweg führt die ersten 8,5 km des Wegs bis zum Gutshof in Stötteritz und beginnt wie am 13. April 1945 um 19 Uhr. Der Name Schneeblumen-Gedenkweg wurde aus dem Buch einer Überlebenden „Snow Flowers“ von Zahava Stessel entnommen. Während des gemeinsamen Marsches werden an insgesamt 15 Unterwegs-Stationen Texte aus den Erinnerungen verlesen. Die Holger Koppe-Stiftung unterstützt die Durchführung des Schneeblumen-Gedenkwegs mit einem namhaften Beitrag. Wegen der Corona-Situation muß der Gedenkweg um 1 Jahr auf 2021 verschoben werden.

 

 

Buchvorstellung Walter Jessel „Spurensuche“ in Frankfurt / Absage wegen Corona


Im April 1945 kehrte der Abiturient der Frankfurter Musterschule und Sohn einer liberalen jüdischen Frankfurter Familie als US-Nachrichtenoffizier in seine zerstörte Geburtsstadt zurück. Er war weitsichtig genug gewesen, Deutschland schon kurz nach 1933 zu verlassen und konnte kurz vor Kriegsausbruch auch noch seine Eltern in die USA holen. In Frankfurt machte er sich auf die Suche nach den Klassenkameraden des Abiturjahrgangs 1931 und schrieb auf, was sie ihm erzählten. Das erst jetzt in das Deutsche übersetzte Buch wird am 23.04.2020 um 19 Uhr in der Frankfurter Nationalbibliothek in Anwesenheit von Familienmitgliedern unter Beteiligung der Evangelischen Akademie Frankfurt unter Förderung der Holger Koppe-Stiftung vorgestellt. Wegen der aktuellen Corona-Situation muß die Vorstellung auf Herbst 2020 verschoben werden.

 

 

Olga Benario Hörbuch/Gegen Vergessen Rhein-Main


2019 fand mit Unterstützung der Holger Koppe-Stiftung eine szenische Lesung zu Olga Benario im Frankfurter Gallus-Theater statt, mit der an die von den Nazis ermordete Jüdin und Kommunistin erinnert wurde. Veranstalter war die regionale Arbeitsgruppe Rhein-Main von Gegen Vergessen. Diese hat nunmehr die Herausgabe eines Hörbuchs zu Olga Benario initiiert. Die Hörbuch-CD ist seit Mai 2020 verfügbar. Dafür hat die Holger Koppe-Stiftung eine finanzielle Beteiligung zugesagt.

 

 

Themenwoche zur Aufarbeitung der NS-Geschichte der Naxos-Halle in Frankfurt


Vom 30. April bis zum 9. Mai 2020 findet in der Naxos-Halle in Frankfurt-Bornheim eine Themenwoche zur Aufarbeitung der NS-Geschichte dieser früher im jüdischen Eigentum stehenden Schleiffabrik statt. Zwischen 1942 und 1944 arbeiteten hier über 700 Zwangsarbeiter vor allem aus Polen, der Sowjetunion, Frankreich und Italien. Dazu finden Ausstellungen, Installationen, Performances,  Lesungen, ein Konzert und ein Symposium von hessischen und israelischen Künstlern und Wissenschaftlern statt. Am 5., 6. und 7. Mai wird das Theaterprojekt Widerhall mit Texten nach den Original-Tonbändern des Auschwitz-Prozesses im Rahmen der Themenwoche in der Naxos-Halle aufgeführt. Sowohl die Themenwoche wie auch das Theaterprojekt Widerhall werden über das studioNaxos von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. Die Termine mußten wegen Corona abgesagt werden. Ein möglicher neuer Term,in ist die Woche vom 24.09. - 01.10.2020.

 

 

Konzert der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums Frankfurt / Absage wegen Corona


Nach mehrjähriger Bauzeit sollte im Frühjahr 2020 der Neubau des Jüdischen Museums in Frankfurt eröffnet werden. Dazu war ein Konzert des Vereins der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums im Rahmen der Eröffnungsveranstaltungen am 7. Mai 2020 geplant. Baulich bedingt verzögert sich die Eröffnung leider. Dennoch soll das Konzert mit Musikern des östwestlichen Diwan-Orchesters stattfinden. Die genauen Einzelheiten werden noch festgelegt. Das Konzert wird von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. Aufgrund der aktuellen Corona-Sitiuation muß das Konzert auf den 24.01.2021 verschoben werden.

 


Jugendprojekt zur Geschichte des jüdischen Fußballvereins SK Bar Kochba in Leipzig


Das Erich-Zeigner-Haus in Leipzig führt ein Erinnerungsprojekts an jüdische Leipziger Sportler des Fußballvereins SK Bar Kochba und der Verfolgungsgeschichte der Familie des Vereinsgründers Adolf Rotter durch. Es wird in Kooperation mit dem Leipziger Sportgymnasium und dem Sächsischen Fußballbund durchgeführt. Die Geschichte des Vereins und der Familie des Gründers wird von den Schülern aufgearbeitet. Im September 2020 soll zum 100jährigen Jubiläum von Bar Kochba eine Erinnerungstafel aufgestellt werden. Das Vorhaben wird von der Holger Koppe-Stiftung finanziell unterstützt.

 

 

Unterstützung des Dokumentarfilms „Das Zelig“


In einer Münchner Wohnung, dem Cafe Zelig, treffen sich wöchentlich hochbetagte aus verschiedenen Regionen Europas stammende Überlebende der Shoa. Hierzu gibt es ein Dokumentarfilmprojekt des Europäischen Vereins für Ost-West-Annäherung e. V., der einige der Besucher in ihre Vergangenheit begleitet, in die alte Heimat, in das Deutschland der Nachkriegszeit und in ihren heutigen Alltag. Der Film mit einigen der letzten noch lebenden Zeitzeugen wird in München und in Polen gedreht und wird nach der Premiere im Frühjahr 2020 in München in Kinos, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen eingesetzt. Das Filmprojekt wird von der Holger Koppe-Stiftung unterstützt.

 

 

Besuch ehemaliger jüdischer Leipziger vom 24. Juni bis 1. Juli 2020/Absage


Im Rahmen eines seit 1992 laufenden Besuchsprogramms für ehemalige jüdische Leipziger und deren Nachkommen werden jedes Jahr Gäste aus der ganzen Welt nach Leipzig eingeladen. Da Leipzig 2020 das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit Frankfurt feiert, sind auch Vertreter der Stadt Frankfurt und der jüdischen Gemeinde Frankfurt dazu nach Leipzig eingeladen. Das Programm des Besuchs wird von der Holger Koppe-Stiftung unterstützt. Das Besuchsprogramm wurde wegen Corona auf Herbst 2020 oder 2021 verschoben.

 

 

1. Leipziger Sinti- und Roma-Kulturfestival am 6. September 2020


Das Ariowitsch-Haus, Gemeindezentrum der jüdischen Gemeinde Leipzig, veranstaltet gemeinsam mit dem Romani – Sumnal e. V. das 1. Leipziger Sinti- und Roma-Kulturfestival mit der Auftaktveranstaltung am 6. September 2020. Diese Veranstaltung war ursprünglich für den 5. Juli vorgesehen, mußte aber aufgrund von Corona verschoben werden. Mit Konzerten, Lesungen, Tanzveranstaltungen, Filmen und Diskussionen soll die Kultur der Sinti und Roma in der Woche vom 6. - 13. September dargestellt und zugleich ein Beitrag zur Erinnerung an die Ermordung von einer halben Million europäischer Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten geleistet werden. Das Festival wird von der Holger Koppe-Stiftung unterstützt.

 

 

Musikalische Früherziehung in Kindergärten mit dem Weimarer Mentoring Programm 


Die in Weimar ansässige Heyge-Stiftung betreibt seit einigen Jahren ein Mentorenprogramm zur musikalischen Früherziehung in Kindergärten, vorwiegend in benachteiligten Stadtteilen. Gegenwärtig gibt es in 11 Kindergärten deutschlandweit dieses Programm, bei dem erfahrene Musiker das Kindergartenpersonal dahingehend begleiten, dass Gesang und Musik ein Teil der frühkindlichen Erziehung werden. Die Heyge-Stiftung hat mit der Holger Koppe-Stiftung vereinbart, jeweils ein gemeinsames Mentorenprojekt an einem Kindergarten in Leipzig und in Offenbach durchzuführen. In Offenbach wurde mit der Arbeit an der Kita Fuchsbau der Arbeiterwohlfahrt im September 2019 begonnen. In Leipzig startet das Programm im Herbst 2020 in der Kita am Schlosshof. Weitere Informationen unter www.weimarer-mentoring-programm.de.

 

 

4. Mitteldeutscher Jugendmusikpreis am 11. Oktober 2020 in Leipzig


Nach Leipzig 2016 und Weimar 2017 wurde 2018 der 3. mitteldeutscher Jugendmusikpreis in Halle in Sachsen-Anhalt verliehen. Der Musikpreis wurde jeweils mit 5.000 € von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. Nachdem der Musikpreis zunächst im Jahresrhythmus in allen 3 mitteldeutschen Bundesländern verliehen wurde, soll die Verleihung nunmehr auf einen 2-Jahres-Tournus umgestellt werden und Preisträgerkonzert und Verleihung sollen immer in Leipzig stattfinden. Zugleich wird das Gesamtvolumen des Preises angemessen erhöht. Die nächste Musikpreisverleihung soll voraussichtlich am 11. Oktober 2020 in der Musikschule Leipzig stattfinden, wobei die endgültige Entscheidung von der Colrona-Situation abhängig ist..

 

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