Termine und Projekte 2019/2020

Die in der bisherigen Stiftungsarbeit seit 2016 geförderten Projekte werden auf der Seite Projekte dargestellt. Höhepunkte der Stiftungsarbeit waren die Veranstaltung zum 50. Todestag von Fritz Bauer mit dem Bundespräsidenten am 01.07.2018 in der Paulskirche Frankfurt und die Eintragung der Stiftung in das Goldene Buch der Stiftungen der Stadt Frankfurt mit Oberbürgermeister Peter Feldmann zum 5jährigen Bestehen am 24.09.2018. Derzeit stehen noch nicht alle Projekte fest, die 2020 gefördert werden. Sie werden voraussichtlich zum Jahreswechsel in der nachfolgenden Übersicht ergänzt.

 

Synagogalchor Leipzig am 30.06.2019


Der Leipziger Synagogalchor ist das einzige deutsche Ensemble, das sich ausschließlich auf jüdische Chormusik in all ihren Facetten spezialisiert hat. Der Chor wurde 1962 gegründet mit dem Ziel, abseits der Gottesdienste auch der nichtjüdischen Bevölkerung jüdische Musik nahezubringen. Der Synagogalchor hat im Rahmen der Jüdischen Woche in Leipzig und zu deren Abschluß am 30.06.2019 um 17 Uhr im Leipziger Hauptbahnhof ein Konzert gegeben. Damit sollte zugleich an den Ort erinnert werden, an dem die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Leipzig in die Todeslager deportiert wurden. Die Veranstaltung wurde von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. 

 

 

Konzert zur Eröffnung des Jüdischen Museums Frankfurt


Nach mehrjähriger Bauzeit sollte im Herbst 2019 der Neubau des Jüdischen Museums in Frankfurt eröffnet werden. Bedingt durch Verzögerungen bei den Bauarbeiten hst sich die Eröffnung auf Frühjahr 2020 verschoben. Zugleich wird das umfassend sanierte bisherige Gebäude des Jüdischen Museums, das Rothschild-Palais, wieder eröffnet. Aus diesem Anlaß plant das Jüdische Museums innerhalb der Eröffnungsveranstaltungen die Ausrichtung eines Konzerts, das von der Holger Koppe-Stiftung gefördert wird. Geplant ist die Eröffnung nunmehr im April 2020, das Konzert soll am Abend des 07.05.2015 stattfinden. Über die genauen Daten wird rechtzeitig informiert-

 

 

Novemberkonzert am 10.11.2019 in Offenbach

 

Die Offenbacher Kantorei veranstaltet am 10.11.2019 um 17 Uhr ein Gedenkkonzert zur Reichspogromnacht mit drei Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Bruch und Michael Tippett. Von letzterem wird ein Oratorium aufgeführt, das zwischen 1939 und 1941 entstanden ist und dessen Thema das Attentat auf den deutschen Botschaftssekretär Ernst vom Rath am 7. November 1938 ist, woraufhin die Nazis am 9. November die sog. Reichskristallnacht mit einer antisemitschen Gewaltwelle inscenierten. In das Konzertprojekt sollen auch Schulen einbezogen werden. Das Konzert findet in der M<rkuskriche in Offenbach statt und wird von der Holger Koppe-Stiftung gefördert.

 

 

Stolpersteinprojekt in Leipzig Liebertwolkwitz, Herbst 2019


Mit dem Erich Zeigner Haus e. V., der seinen Sitz im Wohnhaus des ersten Leipziger Oberbürgermeisters der Nachkriegszeit hat, wurde ein gemeinsames Stolpersteinprojekt mit einer 8. Schulklasse der Geschwister Scholl Schule in Leipzig Liebertwolkwitz vereinbart. Die Schulklasse wird sich in zahlreichen Arbeitstreffen mit dem Schicksal von Verfolgten während des Dritten Reichs aus dem Stadtteil beschäftigen. Im November 2019 soll dann ein Stolperstein im Rahmen des Projekts verlegt werden. Weiterhin wird das Musikduo WaltherBosch am 28.06.2019 einen Workshop mit verfemter Musik mit der Schulklasse im Erich Zeigner Haus durchführen. Dabei werden Musikstücke von verfolgten und ermordeten Komponisten gespielt, um deren Lebensgeschichte in Erinnerung zu rufen. Das Projekt wird von der Holger Koppe-Stiftung finanziell gefördert.

 

 

Kloster Eberbach im Nationalsozialismus, Herbst 2019


Das Kloster Eberbach, heute von der gemeinnützigen Stiftung Kloster Eberbach unterhalten, lässt als eine der ersten Institutionen im Rheingau die eigene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus durch einen Historiker wissenschaftlich aufarbeiten. Um die Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wird die Stiftung die Ergebnisse aus der Untersuchung im Zuge einer Podiumsdiskussion am 16.09.2019 um 19:30 Uhr im Laiendormitorium vorstellen sowie in einer Ausstellung im Herbst 2019 der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Veranstaltung und die Ausstellung wird u. a. von der Holger Koppe-Stiftung gefördert.

 

 

Musikalische Früherziehung in Kindergärten mit dem Weimarer Mentoring Programm 


Die in Weimar ansässige Heyge-Stiftung betreibt seit einigen Jahren ein Mentorenprogramm zur musikalischen Früherziehung in Kindergärten in benachteiligten Stadtteilen. Gegenwärtig gibt es in 11 Kindergärten deutschlandweit dieses Programm, bei dem erfahrene Musiker das Kindergartenpersonal dahingehend begleiten, dass Gesang und Musik ein Teil der frühkindlichen Erziehung werden sollen. In Zusammenarbeit mit der Holger Koppe-Stiftung wird es jeweils ein gemeinsames Mentorenprojekt an einem Kindergarten in Leipzig und in Offenbach geben. In Offenbach wird das Programm seit September 2019 in der Kita Fuchsbau der Werkstätten Hainbachtal durchgeführt. In Leipzig werden mit dem Träger Berufsbildungswerk Leipzig Gespräche zu einem geeigneten Kindergarten geführt.

 

 

Mitteldeutscher Jugendmusikpreis wieder 2020


Nach Leipzig 2016 und Weimar 2017 wurde 2018 der 3. mitteldeutscher Jugendmusikpreis in Halle in Sachsen-Anhalt verliehen. Der Musikpreis wurde jeweils mit 5.000 € von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. Nachdem der Musikpreis im Jahresrhytmus in allen 3 mitteldeutschen Bundesländern verliehen wurde, soll die Verleihung nunmehr auf einen 2-Jahres-Tournus umgestellt werden und Preisträgerkonzert und Verleihung immer in Leipzig stattfinden. Zugleich wird das Gesamtvolumen des Preises angemessen erhöht. Die nächste Musikpreisverleihung wird daher erst 2020 stattfinden.

 

 

Musiktheaterabend Achmatowa in Frankfurt


Die Frankfurter Schauspielerin und Sängerin Ruth Zetzsche hat einen Musiktheaterabend über die Schriftstellerinnen Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa, die in der Zeit der Sowjetunion lebten und dort verfolgt wurden, mit Musik von Prokofiev und Dimitri Schostakowitsch konzipiert. Beide Dichterinnen haben die Themen russische Revolution, 2 Weltkriege, die Schrecken des Exils und des Stalinismus in ihren Gedichten verarbeitet. Prokofiev vertonte sowohl Gedichte von Anna Achmatowa wie von Marina Zwetajewa. Im Stück wirken Ruth Zetzsche und ein Pianist mit. Der Musiktheaterabend wird von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. Aufführungen fanden am 14.03.2019 in Frankfurt und am 23.03.2019 in Offenbach statt.

 

Olga Benario Hörbuch/Gegen Vergessen Rhein-Main


Am 02.05.2018 fand mit Unterstützung der Holger Koppe-Stiftung eine szenische Lesung zu Olga Benario im Frankfurter Gallus-Theater statt, mit der an die von den Nazis ermordete Jüdin und Kommunistin erinnert wurde. Veranstalter war die regionale Arbeitsgruppe Rhein-Main von Gegen Vergessen. Diese wird ein Hörbuch zu Olga Benario produzieren lassen, ds im April 2020 in Ravensbrück vorgestellt werden soll. Dafür haben die Holger Koppe-Stiftung und die BGAG-Stiftung (Walter Hesselbach) eine finanzielle Beteiligung zugesagt.

 

 

Fritz Bauer Institut Frankfurt


2018 wurde die Veranstaltung mit dem Bundespräsidenten zum 50. Todestag von Fritz Bauer von der Stiftung gefördert. 2019 wird die Durchführung der öffentlichen Veranstaltungen des Fritz Bauer Instituts von der Holger Koppe-Stiftung mit einem namhaften Beitrag gefördert.

 

 

Verfemte Musik DuoWaltherBosch


Über das Pädagogische Institut des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museum Frankfurt wurden insgesamt 4 Workshops des DuoWaltherBosch (Violincello und Klavier) mit Musik von durch das 3. Reich verfolgten Musikern in Schulklassen von der Holger Koppe-Stiftung gefördert. Dabei beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Leben der Musiker und deren Situation als Verfolgte in einem totalitären Regime. 2 fanden im Erich-Zeigner-Haus in Leipzig statt, einer in der Max Beckmann-Schule in Frankfurt. Am 24.05.2019 fand der 4. Workshop in der Lichtigfeldschule und damit erstmals in einer jüdischen Schule in Frankfurt statt. Zusammen mit dem Erich-Zeigner-Haus findet Ende Juni 2019 ein Workshop im Rahmen des Stolperstein-Projekts der Geschwister Scholl Schule in Leipzig Liebertwolkwitz statt. 2 weitere Workshops sind 2020 geplant.

 

 

Unterstützung des Dokumentarfilms „Das Zelig“

 

In einer Münchner Wohnung, dem Cafe Zelig, treffen sich wöchentlich hochbetagte aus verschiedenen Regionen Europas stammende Überlebende der Shoa. Hierzu gibt es ein Dokumentarfilmprojekt Des Europäischen Vereins für Ost-West-Annäherung e. V., der einige der Besucher in ihre Vergangenheit begleitet, in die alte Heimat, in das Deutschland der Nachkriegszeit und in ihren heutigen Alltag. Die Dreharbeiten finden im Frühjahr 2019 in München und in Polen (Poznan, Izbica Kujawska, Chelmno, Zgierz, Lodz) statt. Der Film mit einigen der letzten noch lebenden Zeitzeugen soll in Kinos, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen eingesetzt werden und wird von der Holger Koppe-Stiftung unterstützt.

 

 

Studientag Rechtsextremismus am 4./5.07.2019 in Frankfurt


Von der IUBH Internationale Hochschule in Frankfurt, Prof. Nikolaus Meyer, wird am 4./5.07.2019 ein Studientag Rechtsextremismus und soziale Arbeit durchgeführt. Er wird am 04.07.2019 um 18 Uhr durch einen Vortrag von Prof. Dr. Micha Brumlik eingeleitet, dem früheren Direktor des Fritz Bauer Instituts. Am eigentlichen nicht öffentlichen Studientag am 05.07.2019 wird die Thematik in zahlreichen Arbeitsgruppen bearbeitet. Der Studientag wird von der Holger Koppe-Stiftung finanziell unterstützt.

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